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Zwei – Radiowellenreiten.

In Wohltat on 29. Oktober 2009 at 2:32 pm

Es ist scheinbar ein ungeschriebenens Gesetz, dass man, wenn man die Ballungsräume der Städte in Deutschland verlässt, keine „vernünftigen“ Radiosender mehr zu hören bekommt.

Kaum hat man zum Beispiel das Dreieck Potsdam in Richtung A9 verlassen, so ist man auf Gedeih und Verderb der Austrahlungsstärke von den in Berlin ansässigen Stationen angewiesen. Und das nur, um im Kreis Dessau dann doch dem zu starken Rauschen aus den Lautsprecher Einhalt gebieten zu müssen. Ja, es ist eben dieser Moment, der einen spontan einen Fluch ausstoßen lässt. Wer kennt das nicht. Das Selbige lässt sich auch in Köln oder Hamburg beobachten – auch wenn es nicht für einen Berliner verständlich, trotzdem ein Equivalent ist.

Nach eben diesem Schock kann man dann getrost in Verzweiflung versinken, oder sich den, in weiser Vorausicht mitgenommenen MP3 Spieler siegesgewiss anschliessen. Sollte dieser nicht zur Hand sein, so scheint die nun folgende Stille dann irgendwann doch so bedrückend, dass man irgendwann, spätestens in Höhe Hof doch den vermalledeiten Knopf auf „an“ drückt. Ist das nicht der einzige Grund, warum ein Sender wie Deutschlandfunk überleben kann? Als einzige Alternative im Kampf um die Pop-Verseuchte Zuhörerschaft bleibt er ja meist die einzige Alternative…

Sollte man dann doch in den Einzugsbereich eines ach so vertrauten Lokalsenders zurückfinden, so erwartet einen das Gefühl von Glückseligkeit. Das kann allerdings nicht so gewollt sein. Deshalb ein Tip, speziell für die A9 ab Dessau bis Hof.

Radio Appollo.

Ja, es gibt sie doch. Die Perlen im Ozean der privaten und pseudo-öffentlichen Sendern ausserhalb der großen, verwöhnten Metropolen. Sie sind einen Blick wert.

Das nur so am Rand.

Trotzdem ist es schön, wenn man sich ab Dessau Richtung Berlin wieder auf etwas freuen kann.

Radio Eins.

Eine Huldigung.

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