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Archive for November 2009|Monthly archive page

Jeden Tag… Ecce Lomo

In Gute Tat on 26. November 2009 at 12:03 pm

eine gute Tat. Heute „hinsehen“:

Ja es ist sicherlich kein neues Thema und deshalb möchte ich hier auch keine Abhandlung über die Lomographie niederlegen, aber meiner Meinung nach eines, was man von Zeit zu Zeit immer mal wieder aufwärmen kann.

Gute Bilder! Die, wo man zweimal hinsieht. Unbewusst meistens und sich erst im weggehen fragt, warum man nicht stehengeblieben ist. War die Ästethik zu überwältigend, dass man es nicht ertragen konnte? Oder fühlte man sich gar ertappt? Ja ertappt, so, als wäre man erwischt worden beim heimlich Baumkuchen klauen, als man noch klein war (Dieser Vergleich hinkt natürlich, ich bitte ihn mit dem jeweiligen Equivalent des Lesers und dem Kindheits-klau-erwischt-werden-Trauma zu ergänzen. Das macht es dann leichter, emotional zu folgen. Danke). Der Moment des Abwendens ist also vielleicht unterbewusst herbeigeführt, um sich in der Sekunde des Betrachtens nicht völlig selbst zu offenbaren. Denn manchmal ist sie das, die völlige Offenbarung eines Selbst geführt durch Kunst. Gleich einem Florett sticht ein gutes Werk dahin, wo es wehtut, muss aber vorher erstmal die Barriere zwischen sich und dem Sehenden sprengen. Tja, wenns dann weh tut – gehen wir weiter? Und nur die wirklich Guten Werke schaffen es dann, dass wir uns ertappt umdrehen und vielleicht, wenn auch wir gutmütig sind, lächeln.

Natürlich kann das auch alles Quatsch sein. Und es liegt einzig und allein daran, dass die Werke so gut sind, dass sie sich meines Verständnisses entziehen. Ecce Homo.

Ach ja. Bezaubernde Bilder – etwas Zeit muss man haben, aber die Suche lohnt sich allemal.

via http://www.lomography.com by abcdefuck

Übrigens, die Farbe von 2009 war weiß. Das war klar. Aber was wird die Farbe 2010? Ideen?

Viel Spass beim Schauen!

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Sechs – Aufruf

In Wohltat on 25. November 2009 at 10:12 am

Ja, es ist vollbracht. Endlich ist die Prüfung weg und geschafft. Das war ein Stress. Aber doch immer wieder erstaunlich, wie etwas, was bis dato das Wichtigste im Leben war, innerhalb von Minuten „verlebt“ und vergangen ist. Darauf erstmal einen Schluck kalten Kaffee.

Nun aber zum heutigen Punkt:

Es ist nicht nur ein interessantes Thema, nein es ist faszinierend. Und weil das so ist, möchte ich hiermit gern einen Aufruf senden.
Azteken und ihre Kultur

Wenn man das hört, was verbindet man damit. Spontan. Einfach als Kommentar schreiben. Das würde mich sehr freuen. Da ich mich gerade auf der Recherche in die Tiefen dieser Zivilisation aufmache, um zu ergründen, ob man daraus nicht etwas theatrales produzieren kann.

Vielen Dank im voraus.

Nun aber doch noch ein paar Worte zu aktuellen Geschehen.

Anlässlich des im Dezember stattfindenden Klimagipfels ist jetzt dann doch ein neuer Bericht herausgekommen. Eine Kommission beschreibt darin die zu erwartende Entwicklung und versucht sich an einer Prognose an unserer Zukunft. Hören tut allerdings niemand darauf. Oder doch? Ich habe mir das jedenfalls mal angehört und bin unwillkürlich zusammengefahren, als ich die Zahl 2100 als Datum der Prognose gelesen haben. Dabei sind meine Gedanken vielmehr vom eigentlichen Thema abgegleitet hin zu der Frage: Achdumeinegüte, ist es etwa bald 2100? Komisches Gefühl. Darauf eine 5min Pause zum klarkommen.

Jeden Tag… Herbstliche Klänge

In Gute Tat on 14. November 2009 at 2:32 pm

eine gute Tat.

Heute „reinhören“:

Durch Zufall darauf gestoßen. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack oder Richtung. Eine Band, oder doch Strömung? In jedem Fall Dänisch. Vertreten durch das Label geheimagentur in Deutschland verbergen sich ganz unterschiedliche Musiker unter diesem Namen. Also, da man sich über Geschmack nicht streiten kann – selbst ein Bild machen. Es sind in jedem Fall interessante Klangkompositionen mit unerwartet eingängigen Harmonien.

Valravn via youtube.com

Viel Freude beim reinhören.

Fünf – Warten

In Wohltat on 14. November 2009 at 2:25 pm

Es hat etwas gutes zu Warten. Sprich die Zeit zwischen zwei Ereignissen zu Nutzen. Sinvoll. Sie ist charakterisiert durch ein nicht erfolgsorientiertes Zielstreben. Eher dient sie dem Nutzen des Momentes zur zukunftsorientierten Refelxion. Das kann auch schön sein. Also das warten.

Schwierig wird es doch eigentlich nur dann, wenn man eben dieses Warten mit einem Ziel in Abhängigkeit setzt. Also praktisch gesehen, die Bahn. Dabei kann dieser Moment sehr schön sein. Wenn man es schafft das Warten auszuhalten und zu nutzen. Die Impulse, die aus dieser vermeintlichen Stille des Moments entstehen können, haben dann wieder etwas magisches an sich. Sie sind meistens nicht aktiv, zwanghaft herbeigeführt. Das ist wiederum sehr befreiend.

Natürlich sollte man das Warten nicht zwanghaft herbeiführen. Das ist hinderlich. Aber sollte es geschehen, ist es irgendwo ein Geschenk zum Training der mentalen Ausdauer und Willenskraft. Amen – zum Thema Examensergebnisse.

Jeden Tag… Show me the way to the next Whiskey Bar

In Gute Tat on 5. November 2009 at 8:09 am

eine gute Tat.

Heute „walking“:

Durch Zufall entdeckt, ein entzückend gemachtes Video von und für Johnnie Walker.

Gerade der One-Shot Moment, der sich doch mit einiger Verwunderung ob der guten Qualität spätestens nach der Hälte der Zeit einstellt, ist wert hier weitererzählt zu werden. Die „clevere“ Kamera und die simpel erzählte und doch sehr stringente Umsetzung der Idee ist in diesem Fall herausragend. Es ist mutig, etwas von dieser Länge und Kombination aus Werbung + Dokumentation zu veröffentlichen. Respekt für den Mut – er spiegelt aber auch sofort das Selbstverstännis der Marke wieder. Die, als Voraussetzung, auch etwas zu erzählen hat.

Bitte mehr davon. Traut euch. Ja, du auch.

Cheers.

Vier – Medienecho

In Wohltat on 5. November 2009 at 7:26 am

Es war der Ingwer. Drei Tage nun hat es gedauert, eh die Erkältung gewichen ist. Das lag vor allem an Ihm  – Ingwer. Ich mochte ihn scho vorher sehr schätzen. Zum Kochen, aber das diese Fähigkeiten sich auch auf das Gesunden von Menschen ausdehnen ließen, habe ich nicht geahnt. Erst ein unerschütterliches Ratschlag hat meine Idee vom Ingwer aus der Karottensuppe auf die Teekanne kommen lassen. Dabei schmeckt man ihn garnichtmal so raus…

Nun aber zurück zum aktuellen Weltgeschehen und dessen Einordnung in den Kontext der wirklich wichtigen Dinge unserer Zeit. Der Spiegel diskutiert immernoch die Insolvenz Opels obwohl diese doch schon beschlossene Sache ist. Den Prozess der dazu führte, immernoch für den Leser in nachvollziehbaren Zeitintervallen, nacherzählend – möchte man mit dem nicht-Publizieren einer wirklich konkreten Stellungnahme zu diesem Thema lieber nichts und niemanden auf diesem Weg verlieren und so vielleicht verprellen. Früher hätte man jemanden aus der Regierung einfach bestochen und so den Ausgang vorwegnehmen können. Das nannte sich dann investigativer Journalismus. Heute, gerade durch das Internet dauert das meiste länger(!). Erstaunlicherweise ist in dieser schnelllebigen Welt der netto Informationsgehalt gesunken. Alles muss heute scheinbar so aufgearbeitet sein, dass die verwendete Story eine ausgedehnte Haltbarkeit aufweist. Somit wird eine Nachricht künstlich verlängert – und das augenscheinlich selbst im Radio. Niemand mit einem aufmerksamen Bewusstsein kann sich also über die Informationsflut unserer Zeit beschweren. Denn sie existiert nicht, ist nur eine endlose Wiederholung von Geschichten von Gut und Böse. Des Pudels Kern (Achtung: Versuch eines literarischen Vergleichs) spiegelt sich heut nur noch im Ticker der dpa und der Börse wieder (Schon vorbei.). Informationsflut wäre es anstatt von der x-ten Wiederholung von bekannten Informationen in neuem Story-Gewand das wahre Weltgeschehen in seiner Vielfalt wiedergeben zu wollen. Aus Europa, Asien, Afrika, Süd und Nord Amerika und vielleicht, ja vielleicht auch aus Australien.. und das dann in einen Kontext zu bringen.

Bleiben wir also in einer Endlosschleife aus von uns selbst bestimmten Neuigkeiten hängen? Und da wundert sich noch irgendwer über die Krise der traditionellen Medien? Nicht wirklich, oder? Es könnte so einfach sein.