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Vier – Medienecho

In Wohltat on 5. November 2009 at 7:26 am

Es war der Ingwer. Drei Tage nun hat es gedauert, eh die Erkältung gewichen ist. Das lag vor allem an Ihm  – Ingwer. Ich mochte ihn scho vorher sehr schätzen. Zum Kochen, aber das diese Fähigkeiten sich auch auf das Gesunden von Menschen ausdehnen ließen, habe ich nicht geahnt. Erst ein unerschütterliches Ratschlag hat meine Idee vom Ingwer aus der Karottensuppe auf die Teekanne kommen lassen. Dabei schmeckt man ihn garnichtmal so raus…

Nun aber zurück zum aktuellen Weltgeschehen und dessen Einordnung in den Kontext der wirklich wichtigen Dinge unserer Zeit. Der Spiegel diskutiert immernoch die Insolvenz Opels obwohl diese doch schon beschlossene Sache ist. Den Prozess der dazu führte, immernoch für den Leser in nachvollziehbaren Zeitintervallen, nacherzählend – möchte man mit dem nicht-Publizieren einer wirklich konkreten Stellungnahme zu diesem Thema lieber nichts und niemanden auf diesem Weg verlieren und so vielleicht verprellen. Früher hätte man jemanden aus der Regierung einfach bestochen und so den Ausgang vorwegnehmen können. Das nannte sich dann investigativer Journalismus. Heute, gerade durch das Internet dauert das meiste länger(!). Erstaunlicherweise ist in dieser schnelllebigen Welt der netto Informationsgehalt gesunken. Alles muss heute scheinbar so aufgearbeitet sein, dass die verwendete Story eine ausgedehnte Haltbarkeit aufweist. Somit wird eine Nachricht künstlich verlängert – und das augenscheinlich selbst im Radio. Niemand mit einem aufmerksamen Bewusstsein kann sich also über die Informationsflut unserer Zeit beschweren. Denn sie existiert nicht, ist nur eine endlose Wiederholung von Geschichten von Gut und Böse. Des Pudels Kern (Achtung: Versuch eines literarischen Vergleichs) spiegelt sich heut nur noch im Ticker der dpa und der Börse wieder (Schon vorbei.). Informationsflut wäre es anstatt von der x-ten Wiederholung von bekannten Informationen in neuem Story-Gewand das wahre Weltgeschehen in seiner Vielfalt wiedergeben zu wollen. Aus Europa, Asien, Afrika, Süd und Nord Amerika und vielleicht, ja vielleicht auch aus Australien.. und das dann in einen Kontext zu bringen.

Bleiben wir also in einer Endlosschleife aus von uns selbst bestimmten Neuigkeiten hängen? Und da wundert sich noch irgendwer über die Krise der traditionellen Medien? Nicht wirklich, oder? Es könnte so einfach sein.

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